ist
das nicht herrlich?... ich hatte die hoffnung auf ein bisschen sommer
bereits aufgegeben, und nun hat er überraschenderweise doch noch zu uns
gefunden… wir genießen jeden sonnentag - von morgens bis abends - in
vollen zügen an der frischen luft… und ich habe mir kurzerhand auf
unserer terrasse ein freilicht-nähatelier eingerichtet… denn meine
to-do-liste schreit förmlich nach abarbeitung ;-))…

bereits
seit einer gefühlten ewigkeit stand ein tipi-zelt für unseren minimann
ganz oben auf meiner to-do-liste… und welches wetter ist da perfekter
als das momentane sommerwetterchen? was gibt es schöneres, als bei
diesem wetter im zelt auf der wiese hörbüchern zu lauschen… einen
kleinen snack mit frischer selbstgemachter limo zu genießen und dabei
seinen gedanken nachzuhängen?…





also
habe ich das absolut perfekte sommerwetter genutzt, ein tipi-zelt mit
meinem kleinen assistenten zugeschnitten und in meinem
mini-freiluft-nähatelier zusammengenäht.

meine
befürchtungen, dass es ein wenig komplizierter werden und ich deshalb
länger benötigen könnte, waren völlig unberechtigt. sobald ich mir im
kopf das schnittmuster vorgestellt und ein wenig im internet
recherchiert hatte, war es auch ganz flux zugeschnitten.
anschließend
brauchte ich nur noch alle teile mit der overlock zu versäubern, und
dann konnte es auch schon ans zusammennähen gehen.

insgesamt habe ich für den zuschnitt und das zusammennähen ca. 4 std. benötigt. also kein großer akt.
unser
minimann hat später ganz stolz sein tipi bezogen und der temperatur im
zelt standgehalten ;-)) so ein neues tipi muss ja auf jeden fall genutzt
werden :-)))





wir werden also ab jetzt an unserem imaginären lagerfeuer holzpfeile schnitzen und in bücherabenteuern versinken.
habt’s
fein ihr lieben… wer möchte, der darf natürlich auch sehr gerne bei uns
ein tipi bestellen :-)) ich bin ja jetzt in der übung :-)))
möchtet ihr auch so ein tipi selber nähen, so benötigt ihr:
* ca.4-5 meter baumwollstoff (1,40m breit), je nach größe des fertigen zeltes
*5, ca. 1,80m lange rundhölzer mit einem durchmesser von ca.3cm und einer bohrung oben
*sisalschnur
*schere
*lineal
*abstecknadeln
*nähmaschine

zunächst
müsst ihr euch gedanken zur größe eures zeltes machen –
innendurchmesser sowie höhe des zeltes – und daraus ein dreieck
berechnen. bevor ich mit einer komplizierten berechnung zum hexagon
startete, hatte ich mir überlegt, dass auch eine pi-mal-daumen-berechung
mit hilfe des kreises funktioniert… man muss daraus ja schließlich
keine wissenschaft machen ;-)

legt
euren stoff am besten doppelt, so könnt ihr euch die arbeit reduzieren
und mit einem schlag zwei teile gleichzeitig zuschneiden. anschließend
zeichnet ihr euer wunschdreieck auf. beachtet dabei, dass ihr die spitze
soweit abscheidet, das die rundhölzer oben noch ihren ausreichenden
platz finden – schließlich werden ja noch die tunnel für die hölzer
abgenäht!!!
ihr
benötigt vier ganze dreiecke und zwei halbe „eingangsdreiecke“. an den
zwei eingangsdreiecken müsst ihr für den eingang einen umschlag von 3cm
im unteren 2/3tel einberechnen.
zur verstärkung des zeltes an den rundholzfüßen habe ich 10 viertel kreise (5 kreise vierteln) zugeschnitten.
als erstes solltet ihr diese viertelkreise auf die beiden unteren ecken eurer zeltdreiecke aufnähen. falls keine verstärkung gewünscht ist, könnt ihr sie einfach weglassen. im zweiten schritt näht ihr die beiden eingangsdreieckshälften zusammen. dabei solltet ihr zuerst den umschlag am eingang nähen (untere 2/3tel). anschließend näht ihr die beiden dreieckshälften am oberen drittel zusammen. zur sicherung des zelteinganges habe ich das nahtende am zelteingang hinterlegt und mit einer kreuzverstärkung gesichert.

als erstes solltet ihr diese viertelkreise auf die beiden unteren ecken eurer zeltdreiecke aufnähen. falls keine verstärkung gewünscht ist, könnt ihr sie einfach weglassen. im zweiten schritt näht ihr die beiden eingangsdreieckshälften zusammen. dabei solltet ihr zuerst den umschlag am eingang nähen (untere 2/3tel). anschließend näht ihr die beiden dreieckshälften am oberen drittel zusammen. zur sicherung des zelteinganges habe ich das nahtende am zelteingang hinterlegt und mit einer kreuzverstärkung gesichert.
als
nächstes alle dreiecke aneinander. oben und unten wird anschließend das
zelt mit einem ca. 1,0cm breiten umschlag versäubert.
zum schluss müsst
ihr nur noch die tunnel für die rundhölzer nähen. hierzu näht ihr an
euren dreicken ab naht ca. 4,50cm ab – in abhängigkeit des durchmessers
eurer rundhölzer.

nun
braucht ihr nur noch eure rundhölzer in die tunnel zu schieben, und die
sisalschnur durch die rundhölzer zu fädeln. wir haben die rundhölzer
noch durch mehrmaliges umwickeln mit der sisalschnur gesichert. was wir
zudem auch noch sehr hübsch finden. soll ja schließlich wie bei den
indianern ausschauen ;-))

und schon ist euer tipi einzugsfertig.
ich wünsche euch ganz viel spaß beim nachnähen. auf dass alle unsere minihäuptlinge stolze tipibesitzer werden :-)))
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